4. Forumsgespräch Kreativwirtschaft Baden-Württemberg

Dialogforum „Infrastrukturen der Kreativwirtschaft“ (Foto: Ulrich Winchenbach)

In Mannheim fand am 14. November das 4. Forumsgespräch der Kreativwirtschaft Baden-Württemberg statt. Peter Hofelich, Beauftragter der Landesregierung für Mittelstand und Handwerk referierte zusammen mit verschiedenen Experten, darunter auch Herr Prof. Dr. Engstler, über die aktuellen infrastrukturellen Herausforderungen in der Kreativwirtschaft.

 

Am 14. November 2014 fand im Musikpark in Mannheim das 4. Forumsgespräch der Kreativwirtschaft Baden-Württemberg statt. Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf den infrastrukturellen Herausforderungen, die von Peter Hofelich dem Beauftragten der Landesregierung für Mittelstand und Handwerk referiert wurden, und der Kreativwirtschaft zwischen Unternehmertum und Stadtkultur. „Kreative brauchen eine moderne und gut ausgebaute Infrastruktur. Baden-Württemberg und speziell Mannheim seien schon sehr weit, aber man wolle noch mehr erreichen“, so Hofelich.

 

Im Anschluss diskutierte Hofelich mit sechs Experten im ersten Dialogforum über die Förderpolitik und Handlungsstrategien für erfolgreiche Infrastrukturen der Kreativwirtschaft in Stadt und Region. Michael Söndermann veröffentlichte erste Ergebnisse des Datenreports 2014 für die Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg. Ein besonders auffallendes Ergebnis des Datenreports ist die wirtschaftliche Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft im Jahr 2013, die ein Plus von 3,3 Prozent in Baden-Württemberg verzeichnet. Bundesweit wuchs die Kultur- und Kreativwirtschaft um 2,4 Prozent im Jahr 2013. Prof. Dr. Martin Engstler von der Hochschule der Medien gab Impulse aus den Ergebnissen der Trendbarometer-Studien 2013 und 2014. Insbesondere über die Bedeutung der Digitalisierung der Produkte und Dienstleistungen der Kreativunternehmen. Hauptziel der Kreativschaffenden ist die Erschließung neuer Märkte und Zielgruppen mittels digitalen Leistungen, um mit den hohen Wettbewerbsanforderungen der Branche mitzuhalten. Im digitalen Wandel müssen Kreativschaffende neue Geschäftsmodellstrukturen und auch neue Kooperationsformen entwickeln, um wettbewerbsfähig zu sein. Prof. Carl Bergengruen, Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg, informierte über die Angebote, Programme und Maßnahmen zur Förderung der Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg seitens der MFG und des Netzwerks Kreativwirtschaft BW. Katharina Pelka von der Kultur- und Kreativwirtschaft Heidelberg berichtete von dem neu geschaffenen Standort „Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum“ für Kreativunternehmen in Heidelberg. Eine alte Feuerwache wird nun für fünf Jahre den Kreativschaffenden zur Verfügung gestellt, um ihre kreativwirtschaftlichen Aktivitäten auszuüben.  Die Nachfrage ist groß, einen der Räume der 4.500 Quadratmeter großen Nutzfläche zu bekommen. Auch in Wien gibt es ein ähnliches Projekt, das den Kreativen Raum bietet, wie Mag. Martin Kalaschek von der Wiener Standortentwicklung GmbH erzählte. Die Entstehungsgeschichte des Musikpark Mannheim wurde von Christan Hiss (Hafenpark Mannheim H:M Projektmanagement GmbHCo.KG) dargelegt.

 

Nach einer popmusikalischen Mittagspause mit dem Künstler Ziggy Has Ardeur berichteten vier Unternehmen der Kreativwirtschaft über ihren Start mit dem Kreativgutschein des Landes - dem Innovationsgutschein C. Kreative aus dem Bereich der klassischen Musik aus Karlsruhe, dem Kunstgewerbe in Form von Coaching aus Freiburg, fair gehandelter und ökologischer Kinderkleidung aus Stuttgart und zwei Damen, die eine Clownausbildung absolviert haben und den Humor zu ihrer Berufung gemacht haben, berichteten über ihre Erfahrung mit dem Innovationsgutschein C.  Das Ergebnis dieser Runde ist, dass der Innovationsgutschein, der Kreativunternehmen für die Erstvermarktung von neuen Produkten und Dienstleistungen einen Zuschuss von bis zu 5.000 Euro bietet, ohne großen Aufwand und in kurzer Zeit zu beantragen ist.

 

Im letzten Dialogforum diskutierten Vertreter von kreativen Ausbildungsstätten (Prof. Hubert Wandjo, Christian Pertschy, Prof. Ludger Pfanz) und der Festivalorganisation (Prof. Ulrich Wegenast) über die Voraussetzungen und Notwendigkeiten für eine kreative Arbeits- und Lebensperspektive in der Stadt. Dabei standen Fragen, wie die Beeinflussung der Popakademie BaWü, der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, der Jazz- und Rockschule Freiburg und der Film- und Medienfestival gGmbH Stuttgart auf die jeweilige Stadt im Vordergrund.

 

Nach Veranstaltungsende wurden die Teilnehmer zu einer Quartiersbegehung durch den kreativen Stadtteil Jungbusch in dem das Forumstreffen stattfand eingeladen.

 

Ronja Schwenk

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