Kooperationsprojekt mit der Hogeschool van Amsterdam

Parken in Amsterdam und nie wieder Kleidung bestellen, die nicht passt!

Konzentrierte Studierende der HvA und HdM

Diese herausfordernden Fragestellungen wollen die Studierenden der HdM zusammen mit Kommilitonen der Hogeschool van Amsterdam (HvA) angehen und die Welt mit diesem internationalen Kooperationsprojekt ein bisschen einfacher gestalten.

Bereits zum dritten Mal arbeiten Dozenten beider Hochschulen zusammen und bieten den Studierenden mit zwei verschiedenen Case Studies die Möglichkeit, in internationalen Teams Geschäftsideen zu Smart Parking oder Tools zur Ermittlung der richtigen Kleidungsgröße für Onlinebestellungen zu entwickeln. Mit fachlichem Input von den Dozenten beider Hochschulen im Wechsel mit Gruppenarbeit arbeiten die Teams an ihren Ideen und entwickeln so ein professionelles Geschäftsmodell, das nicht nur den Marketingkriterien und Marktanalysen standhält, sondern auch die Implementierung der dafür erforderlichen IT im Blick hat. Im Projekt können die Studierenden ihr erworbenes Wissen zu Tools wie dem Business Model Canvas anwenden. Weiterhin arbeiten die studentischen Teams an der Umsetzung der Geschäftsidee in einem fiktiven Start-Up ausgehend von den notwendigen digitalen  Geschäftsprozessen bis zu deren Umsetzung in einer IT-Landschaft.  

Besonders spannend ist diesmal die Zusammensetzung der HdM-Gruppe: Neben den Master- und Bachelorstudierenden aus Wirtschaftsinformatik bereichern Studierende von Online-Medien-Management sowie von Informationsdesign die Truppe. Bemerkenswert ist auch die Geschlechterzusammensetzung. Mit 75% weiblicher Besetzung ergänzen wir gut das 100%ige Männerteam der HvA.

Die Struktur bei der Umsetzung des Projektes hat sich inzwischen gut bewährt: Es beginnt mit einem dreitägigen Kick-off in Amsterdam, das im Sommersemester 2018 vom 21. bis zum 23. März stattfand. Die Studierenden werden in gemischte Gruppen eingeteilt, sie erhalten ihr Thema und brainstormen über ihre Aufgabenstellung.

Teambuilding als Erfolgsfaktor

Besonders wichtig sind in dem Zusammenhang auch das Kennenlernen und die Teambildung. Ein interessantes Rahmenprogramm mit Grachtentour und Besuch der Heineken Experience sowie gemeinsame Mahlzeiten waren die perfekte Basis, um aus den Gruppen mit unbekannten Mitgliedern ein echtes Team zu formen. Dass die gemeinsame Arbeit sich oft bis in die späte Nacht zog, lässt gespannt auf die Ergebnisse warten.

Ergänzt wurde der fachliche Input durch einen Besuch bei der Firma TomTom. Im sogenannten „Traffic Room“ fließen die Meldungen aller (TomTom-)GPS-Geräte weltweit zusammen und ergeben aus einem Algorithmus von Geschwindigkeit, Anzahl der Geräte auf einem Streckenabschnitt sowie Vergleichen mit früheren Daten und weiteren Faktoren eine Aussage über die aktuelle Verkehrssituation. Auf großen Monitoren konnte so die Gruppe die auffällig geringe Stauanzahl für den Beginn eines Arbeitstages in New York City beobachten. Vielleicht war da der vorausgegangene Schneesturm verantwortlich. Wohingegen die Situation in Bangkok einem typischen Abend in der Metropole entsprach. Alles zeitnah errechnet und aktuell visualisiert. Interessant war auch die Entwicklung der Firmengeschichte von einem Anbieter von Streckenbeschreibungen (die vor Fahrtantritt meist ausgedruckt wurden), über den Produzenten von Navigationsgeräten für Autos hin zu einem Daten- und Analyseunternehmen, das neben der Aufbereitung aktueller Verkehrsinformationen auch z. B. Kommunen bei der Planung von Infrastrukturprojekten berät.

Am letzten Tag des Aufenthaltes in Amsterdam präsentierten die Gruppen ihre Zwischenergebnisse und konnten mit dem Feedback der Dozentenjury weiter an ihren Geschäftsideen arbeiten. Bis zum Gegenbesuch Anfang Mai in Stuttgart erleben die Studierenden die Rahmenbedingungen der globalen Arbeitswelt, in der verteilte Teams weltweit zusammenarbeiten. Einzig mit der Zeitverschiebung müssen sie sich nicht auseinandersetzen. Teambesprechungen und die Weiterentwicklung im Projekt müssen nun virtuell via Videokonferenz und per cloud file sharing erfolgen. Aber aufgrund des guten Teambuildings sollte das kein Problem sein.

Positives Feedback der Studierenden

Die Rückmeldungen der Studierenden auf beiden Seiten ist auf alle Fälle sehr positiv und stimmt optimistisch. Hier ein paar Eindrücke der Projektmitglieder:

„This project is fun: to discuss with the other students is fun and to figure out the intercultural differences although we are almost the same culture is fun. And it's fun to see the difference knowledge we have and how we can use this in the project.“

„It's interesting to do this international project since you don't have to be abroad for one semester. I like it very much!“

„I haven´t seen so many Germans before who are able to speak English!“

„Ein tolles Projekt, wer das nicht mitmacht, verpasst auf alle Fälle etwas. Es ist auch spannend zu sehen, wie jeder seine individuellen Erfahrungen und Wissen in das Projekt einbringt und zum Erfolg beiträgt.“

„Prima ist, dass wir mit den niederländischen Studierenden auf einem ähnlichen Level sind. Das macht die Zusammenarbeit sehr angenehm.“

Und alle freuen sich auf den Gegenbesuch in Stuttgart Anfang Mai. Die Latte hängt hoch, aber die HdM-Studierenden haben schon Ideen, wie sie sich revanchieren wollen. Schließlich ist Frühlingsfest! 

Weitere Bilder in Facebook: Kooperationsprojekt mit HvA - Zusammenfassung

Kontakt

Prof. Martin Forster, forster@hdm-stuttgart.de

Prof. Susanne Stingel, stingel@hdm-stuttgart.de

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