WI International: Kooperation mit HvA – Der Gegenbesuch

Wie das so ist bei guten Freunden: man besucht sich gegenseitig. Nach dem Kick-off in Amsterdam im März konnten wir vom 6. bis 9. Mai unsere niederländischen Partner des internationalen Lehrprojektes von der Hogeschool van Amsterdam in Stuttgart begrüßen. Das umfangreiche von den Studierenden organisierte Programm wurde durch das tolle Wetter wunderbar unterstützt.

Nach dem Projektstart und der nachfolgenden virtuellen Phase der Zusammenarbeit kamen die Studierenden beider Hochschulen in Stuttgart wieder physisch zusammen. Mit einer Mischung aus fachlichem Teamwork, Exkursion und interkulturellem Rahmenprogramm konnten die Gäste die Tage voll ausschöpfen.

Das Pflichtprogramm

Für die Aufgabenstellung, Geschäftsideen zu zwei verschiedenen Case Studies (Smart Parking oder Tools zur Optimierung von Onlinebestellungen für Kleidung) zu entwickeln, wurden während des Termins in Stuttgart die Arbeitsergebnisse der Teilgruppen zusammengefügt und weiter an den Abschlusspräsentationen für den Pitch gefeilt. Die Dozenten gaben den Gruppen dabei individuelle Rückmeldungen, sodass diese gezielt an ihren Geschäftsideen und deren Umsetzung arbeiten konnten.

Ein fachliches Highlight des Besuches war die Exkursion zum Future Work Lab in der Arena 2036.

Unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO wird in diesem Innovationslabor auf dem Campus in Stuttgart-Vaihingen zu dem Themenbereich Industrie 4.0 geforscht. In der sogenannten Demonstratorenwelt, einem Parcours, der künftige Szenarien der Arbeitsteilung zwischen Mensch und Technik vorstellt, konnten die Studierenden Prototypen hautnah in Aktion erleben: mit dem  Stuttgart Exo-Jacket können Mitarbeiter bei Hebetätigkeiten unterstützt werden; mit dem Extended Workdesk können Arbeitsplätze flexibel auf verschiedene Mitarbeiter und Arbeitsprozesse angepasst werden; das Digital Industrial Engineering @Shopfloor Level erleichtert die Einarbeitung prozessfremder Mitarbeiter  z. B. durch Visualisierung neuer Arbeitsabläufe. Dies sind einige der zahlreichen Beispiele für zukünftige Mensch-Maschine-Interaktionen.

Am letzten Tag standen die Geschäftsideen der Jungunternehmer auf dem Prüfstand. In kurzen Präsentationen stellten die Teams ihr Vorhaben vor und mussten sich den Nachfragen der Dozenten-Jury stellen. Die Strategien und die Kreativität der einzelnen Projekte war teilweise sehr beeindruckend. Bei manchem Geschäftsmodell gibt es noch Optimierungsbedarf, den die Teams aber bis Juni nutzen werden.

Die Kür

Die frühe Anreise am Sonntagvormittag ermöglichte ein erstes Sightseeing in Stuttgart: nach einem klassischen Schnitzel-Mittagessen wartete das Mercedes-Museum mit seinen Automobilen und einem Abriss der deutschen Geschichte analog zu den fahrzeugtechnischen Entwicklungen auf die Gäste. Wer wollte konnte einen Abstecher auf das nahe Frühlingsfest auf dem Wasen machen. Den Berichten zufolge wurde dies von den niederländischen Studierenden stark genutzt und sie beeindruckten durch den umfangreichen Konsum landestypischer Getränke. Beeindruckend war ebenso, dass alle zum offiziellen Beginn des Arbeitsprogramms am Montag um 9:00 Uhr vollzählig anwesend waren.

Die Stadtrallye mit verschiedenen Aufgaben verteilte sich über das gesamte Stadtgebiet. Die Studierenden, die diese mit einigen „side quests“ selbst konzipiert haben, beschreiben sie so:

„Es gibt nichts Amüsanteres als ins kalte Wasser geworfen zu werden. Ohne Wissen und ohne Erwartung einfach die Quests anzugehen und dabei bis zum Abschluss der aktuellen Rallyeaufgabe nicht die nächste zu kennen, stärkt den Teamgeist und erzeugt immer wieder lustige Momente. Sowohl die Amsterdamer wie die HdM Studierenden haben dabei einen ganz anderen Aspekt von Gruppengefühl erleben und genießen können.

Das Gewinnerteam der Stadtrallye hat sich mega über die Gewinner-Cocktails gefreut! Natürlich verdient!“

Bei der Farewell-Party am letzten Abend zogen die Stuttgarter alle Register: mit einem Barbecue und reichlich landestypischen Getränken wurde die Zusammenarbeit nochmals richtig gefeiert.

Fazit

Insgesamt bewerten die HdM-Studierenden es als sehr interessantes Thema, wie das ganze internationale Projekt an sich. Etwas schwieriger als erwartet gestaltete sich die virtuelle Teamarbeit. Aber dies vermittelt eine echte praxisnahe Erfahrung.

Auch die unterschiedlichen Semesterstrukturen vereinfachen die Zusammenarbeit nicht unbedingt: In den Niederlanden wird ein Semester in zwei Blöcke aufgeteilt, die jeweils eine Examensphase am Ende haben. Diese fällt in die virtuelle Phase des Projektes.

Die interkulturelle Erfahrung wirkt auf jeden Fall: Man empfindet beide Länder als sehr eng verbunden, aber es gibt doch Unterschiede. Und Englisch als Unterrichtssprache fanden alle gut und freuen sich über ihre sprachliche Entwicklung.

Die Aussage einer Projekt-Teilnehmerin bringt es gut zum Ausdruck: „Ideen entstehen durch die Vielfalt in den Köpfen der Personen. An Ideen in einer Gruppe zu arbeiten ermöglicht die Sicht aus verschiedenen Perspektiven. In diesem Falle, dem Aufbau eines Unternehmens basierend auf einem Brainstorming, ermöglicht es einem, eigene Kenntnisse und Stärken einsetzen zu können und von den Erkenntnissen und Stärken der Anderen zu profitieren.

An dieser Stelle allen beteiligten Studierenden ein herzliches Dankeschön, dass die Umsetzung so gut geklappt hat und sich immer jemand zum Aufräumen und Saubermachen gefunden hat.

 

Sponsoring

Im Folgenden danken wir herzlich den Unterstützern dieses Projekts. Ohne sie wäre es nur halb so gut geworden:

Freunde und Förderer der HdM e. V. für die finanzielle Unterstützung des Rahmenprogramms und der Verpflegung unserer Gäste.

Pizzeria Marmaris in Stuttgart-Süd für die pünktliche Lieferung und das Sponsoring der leckeren Pizza. Es hat allen so gut geschmeckt, dass keine Reste übrig waren.

Die Projektgruppe

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